Die Stadt als Resonanzraum - Tim Kramer verwandelt Einsamkeit in Begegenung
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00:00:12: Herzlich willkommen bei Zuhöhren der Podcast.
00:00:15: Mein Name ist Alexandra Perl und ich stelle Ihnen und euch regelmäßig Menschen- und Initiativen vor, bei denen Zuhöhren eine besondere Rolle spielt.
00:00:25: In Bochum zeigt sich das auf ganz besonderer Weise – und einer, der das in den vergangenen Monaten sehr konkret im Bewegung gebracht hat, ist heute bei mir, Tim Kramer!
00:00:36: Mit vereint Bochum schafft ihr Räume für Begegnungen, Austausch und Verbindung.
00:00:40: Und mit der Social-Line Aktion wurde plötzlich spürbar was entstehen kann wenn ein alltäglicher Ort nicht nur Durchgangsraum ist sondern einen Ort an dem Menschen auseinander wahrnehmen ansprechen und wirklich zuhören.
00:00:53: Hallo Tim schön dass du da bist!
00:00:58: Ja, super.
00:00:59: Tim, bevor wir gleich eintauchen und über Konzepte, Formate und Wirkung sprechen würde ich gerne erst mal mit dir starten denn du hast eine ganz spannende Vita, denn du bist da eigentlich Fotograf?
00:01:10: Genau ja!
00:01:11: Ich bin Fotograf hauptsächlich tätig in Bochum und als Dokumentarfotograph auch unterwegs viel im Musikbereich und viel im Fußballbereich und lerne dadurch ganz viele Menschen kennenlernen und kann dadurch auch sehr viel zuhören und sehr viel beobachten.
00:01:26: Und was hat dein Blick auf Menschen in Situationen als Fotograf vielleicht auch verändert?
00:01:32: Oder was hat es mit dem zu tun, was du heute mit vereint Bochum machst.
00:01:37: Ja also zum einen ist es ja das spannende dass man halt sehr viele unterschiedliche Menschen kennenlernt und in Settings die ja auch dann schnell vertraute Atmosphäre zulassen und dabei auch manchmal so ein bisschen Verletzlichkeit wahrnehmen kann und das sieht oder das mitkriegt, was man so vielleicht nach außen gar nicht so wahrnimmt.
00:01:57: Aber in den Kontexten, in denen ich dann Zugang zu den Menschen habe und merke immer wieder ja, was da auch bei vielen Sachen gerade im Musikbereich oder im Fußball-Bereich für Druck herrscht, für Situationen, für Herausforderungen herrschen die man so ja gar nichts so nach Außen hin sieht.
00:02:14: Und was aber für mich ganz besonders ist, dass ich sehr oft auf feste Gruppentreffer die schon so existent sind und ich ja immer der Neue bin, der dazukommt.
00:02:24: Das ist für mich eine Rolle mit der tue ich mich sehr schwer und habe lange nicht verstanden warum hab' ich mich damit eigentlich so schwer getan?
00:02:31: Ja das hat dann sehr oft dazu geführt, dass wenn ich ihm weg wollte Panikattacken gekriegt habe und generell mit meiner Arbeit ... Ja, dass mir das sehr schwerfällt und immer sehr viel Herausforderung mit sich gebracht hat für mich.
00:02:46: Und ... Das hab ich nie so richtig verstanden.
00:02:51: Bis jetzt!
00:02:53: Was hat sich jetzt verändert Tim?
00:02:56: Ich habe für mich gelernt, dass ich aus unterschiedlichen Gründen wahrscheinlich eine andere Form von Bedürftigkeit ans Miteinander habe.
00:03:03: Und das war mir gar nicht bewusst.
00:03:04: Ich dachte einfach vielleicht ... Keine Ahnung, bin jetzt irgendwie komisch... Ich weiß ja auch nicht, was da los ist.
00:03:11: Hab das auch nicht weiter hinterfragt sondern war in dem Moment eigentlich eher damit beschäftigt irgendwie meinen Job zu machen weil ich habe einen sehr hohen Anspruch an meine Arbeit und möchte dass die immer alle mal zufrieden sind am meisten dass ich ja auch hinterstehe.
00:03:27: und wenn man da so mit sich selbst beschäftigt ist es dann oft sehr kontraproduktiv.
00:03:33: und irgendwann hab ich's dann dazu geführt versucht hab, solche Situationen aus dem Weg zu gehen.
00:03:39: Was ja eigentlich schade ist.
00:03:40: und dann kam sehr viel Ereignisse in meinem Leben dazu, dass ich mich über das Thema Einsamkeit mehr befassen musste mit meiner eigenen Einsamkeit.
00:03:50: Mit der Einsamkeiten in Gruppen aber auch mit der Einsammkeit in Form von soziale Isolation.
00:03:56: Und da habe für mich festgestellt, seit der Schulzeit, seit er Jugend Schwierigkeiten habe, mich verbunden zu fühlen Und das ist mir dann so in der Rückblickung beim Fotografieren sehr oft aufgefallen und sehr oft begegnet.
00:04:14: Ja, spannend also von einem visuellen Medium wo ich jetzt persönlich gedacht hätte man hat vielleicht auch einen geschützten Raum aufgrund seiner Rolle aber da ist es auch eine Entkopplung wahrgenommen.
00:04:25: Naja, das ist ja das Spannende und das Tolle am Fotografieren.
00:04:27: Man kann sich da auch immer hinter verstecken.
00:04:30: Also wenn ich jetzt zum Beispiel bei Festivitäten bin... Und ich fühle mich aus irgendwelchen Gründen überfordert oder unwohl, dann kann ich einfach sagen, ich muss jetzt Fotos machen!
00:04:42: Das ist schon was Gutes.
00:04:44: aber nichtsdestotrotz möchte ich ja auch Teil der Gruppe sein und Teil der Gesellschaft.
00:04:50: Ich weiß noch, dass war irgendwie so für mich.
00:04:52: Wenn ich heute darüber nachdenke, ist das gar nicht so tragisch.
00:04:55: Aber in dem Moment von nichts hat mich das sehr traurig gemacht.
00:04:59: Da war ich mit einer Band unterwegs und habe da auch viele Konzerte fotografiert.
00:05:04: Und dann gab es einen Moment, da sollte halt jeder so ein Tourgeschenk kriegen.
00:05:07: Das ist im Musikbereich passiert das manchmal und auch in anderen Bereichen.
00:05:12: Es ist ja auch schön.
00:05:13: Ich finde Geschenke, die noch mal irgendwie ein Zeichen von Wertschätzung sind, das bedeutet mir immer sehr viel.
00:05:19: Und dann stand ich da und hatte gehofft, auch was zu kriegen.
00:05:23: Weil ich da sehr oft mit dabei war und dann war ich halt nicht Teil dieser Liste von den Leuten, die da etwas hätten kriegen sollen.
00:05:29: Das hat mich sehr getroffen, wobei ich ja eigentlich denke, ich war halt nicht so oft da und gehört doch nicht dazu.
00:05:35: Kognitiv konnte ich das so greifen aber es hat mich schon sehr beschäftigt.
00:05:40: Heute weiß ich halt ... Es gibt manche Leute, die brauchen das vielleicht ein bisschen mehr dieses Gefühl haben einen Teil in einer Gruppe zu sein Und manche kommen damit zurecht und bei mir ist es glaube ich ein bisschen größer ausgeprägt, dieses Bedürfnis.
00:05:53: Genau!
00:05:55: Das macht die Frage welche Rolle ich in der Gruppe vielleicht gerade spiele?
00:05:59: Aber das heißt du bist an einem Punkt gekommen wo du gesagt hast okay vielleicht betrifft das nicht nur mich oder vielleicht habe ich nun nicht nur ich dieses Gefühl sondern vielleicht geht es anderen Menschen auch so?
00:06:10: Naja das ist ja ein sehr sehr sehr langer Prozess gewesen.
00:06:14: also erst mal fing es damit an dass sich überhaupt Einfach mal wissen wollte, was ist überhaupt Einsamkeit?
00:06:20: So und was gehört da alles so zu.
00:06:22: Und ich jetzt als naiver Mensch der das jetzt mal so... Ich hätte ja nie gedacht dass so jemand wie ich der wirklich echt viel mit Menschen zu tun habe.
00:06:30: Also ich sehe jeden Tag neue Menschen und hätte ja nicht gedacht, dass das für mich ein Thema sein kann.
00:06:35: Das muss man erstmal verstehen und erstmal muss man ja so lernen was da so alles dazugehört und dass man sich ja auch in Gruppen einsam fühlen kann.
00:06:43: Und das es ja unterschiedliche Formen von Einsamkeit gibt, und das war mir alles gar nicht so bewusst.
00:06:49: Wie man dem halt auch entgegentreten kann oder was Symptome sind und was ... Ja, Einsamheit ist ja dann schnell auch so eine Spirale, so ein Teufelskreis und wie man den vielleicht für sich unterbrechen kann.
00:07:03: Dann ist es ja auch so, dass Einsamkeiten auch... nicht.
00:07:07: was ist, wo man gerne drüber spricht.
00:07:08: Was ja auch sehr schambehaftet ist und gerade bei uns Männern finde ich auch sehr stark tabuisiert ist und da erstmal irgendwie jemanden zum Sprechen zu finden.
00:07:19: das war schon alles sehr herausfordernd.
00:07:22: und irgendwann habe ich mich halt gefragt ja ist es jetzt etwas dass nur mich umtreibt oder viele wer kennt das?
00:07:31: Und wie gehen die Leute damit um?
00:07:32: Was gibt's für vermeidungsstrategien?
00:07:34: und daraus eine künstlerische Auseinandersetzung entstanden, wo wir versuchen wollten Menschen zu porträtieren.
00:07:41: Die kennen zu lernen um die als Mensch verstehen zu können und zu betrachten aber auch herauszufinden wie gehen sie halt mit den Momenten, um die sie einsam empfinden lassen.
00:07:54: Wenn überhaupt wenn Sie das kennen oder wie gehen sie für Gemeinschaft und was bedeutet für die Gemeinschafters?
00:07:59: Was ist die Qualität davon für die?
00:08:00: Und da haben wir ganz viele spannende Menschen kennengelernt und dieses Thema sich zugehörig fühlen und miteinander... Das kam natürlich überall vor und alle hatten eine unterschiedliche Vorstellung, was für sie Einsamkeit ist aber alle kannten es.
00:08:16: Daraus ist dann immer mehr entstanden und immer intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema.
00:08:21: Und irgendwann haben wir für uns beschlossen, dass wir aus dieser Informationsebene heraustreten müssen und Teil einer Lösung sein müssen.
00:08:28: Da würde ich gerne einhagen Tim denn irgendwie in dem was du gerade erzählt hast das ist aus dem Ich ein Wir geworden ja?
00:08:34: Das heißt irgendwie bist du aus der anderen Menschen getroffen die... dieses Phänomen vielleicht geteilt haben und sagen, ich fühle mich auch einsam oder vielleicht fühle ich mich irgendwie komisch und habe kein richtiges Wort dafür.
00:08:44: Aber Ja, Einsamkeit trifft es so irgendwie einer... Ich möchte eigentlich gerne anders mit Menschen interagieren wie es tatsächlich geschieht oder was immer.
00:08:55: Und dann hast du andere Menschen getroffen die ähnlich empfunden haben?
00:09:00: Was ist denn, wie war der Weg zu eurem Verein mit Vereint Buchum?
00:09:04: Was da passiert?
00:09:07: Ja, also diese Künstlerursche auseinandersetzungen habe ich zusammen mit einer Arbeitskollegin gemacht.
00:09:11: Mit der Sonja und wir haben irgendwann so an dem Punkt gekommen wo wir das was wir vor hatten immer schwieriger war mit den Mitteln die wir so haben umzusetzen wobei Zeit der schwierigste Faktor ist Und haben halt auch das Gefühl gehabt dass das was wie jetzt ist es ja bar ausgelegt für einen zeitlich begrenzten Moment.
00:09:37: Das reicht einfach nicht aus.
00:09:38: Also die Herausforderungen, die wir haben nach meinem Empfinden werden ja eher mehr als weniger.
00:09:46: und da kam es dann dazu dass wir weiter viele Menschen kennengelernt haben zum Beispiel ein Menschen aus der Politik einen Landtagsabgeordneten der zu uns hin kam und gesagt hat hey das müsste doch irgendwie das müssen wir doch irgendwie nachhaltiger hinkriegen mit bisschen fester Struktur.
00:10:04: Ich hatte da großen Respekt vor, weil ich ... Sorge hatte vor der ganzen Bürokratie, die da mit einherging und sowieso schon viel zu viel Zeit hatte.
00:10:13: Und sorge hatte dass das dann etwas ist was ich dann irgendwie alleine alle stemmen musste.
00:10:18: und Dann haben wir uns aber mit ganz vielen Leuten zusammen getan und jeder macht irgendwie was.
00:10:22: und auf einmal waren wir Dreiundzwanzig Leute Aus der zielgesellschaft die lust haben was zu bewegen mit unterschiedlichen kompetenzen und qualifikationen.
00:10:31: und Dann Haben wir uns achtzehnten mal zusammengetan wollen, also letzten Jahres und haben gesagt so wir wollen jetzt unseren Beitrag dazu leisten dass Bochum eine Stadt führt in den sich möglichst wenig Menschen ausgeschlossen fühlen.
00:10:46: Und alle irgendwie mit gemeint fühlen und wir Räume schaffen wo wir aufeinander treffen können.
00:10:49: Möglichst niederschwellig!
00:10:51: Also wenn ich es mal zusammenfassen darf basierend auf deinem eigenen Empfinden und im Kunstprojekt.
00:10:56: mit einer Kollegin zusammen gab es dann eine Initiative und mittlerweile seid ihr mit dem Verein Bochom ja nicht nur irgendein Projekt sondern Antwort auf ein gesellschaftliches Bedürfnis und das ist das Bedürftes nach der Zugehörigkeit oder von Einsamkeit, Gemeinschaft.
00:11:16: Gibt es richtig zusammengefasst?
00:11:17: Ja wir haben unterschiedliche Herangehensweisen wie wir das umsetzen wollen.
00:11:24: ich würde jetzt sagen wir versuchen halt Räume zu schaffen für miteinander.
00:11:28: so würde ich das jetzt sagen.
00:11:30: ja
00:11:31: wenn du sagst räume vermitteln dann was heißt das für dich ganz konkret
00:11:36: unterschiedlich ist.
00:11:37: Also jeder hat ja andere Wünsche aneinander und da versuchen wir halt auch unterschiedliche Angebote zu machen, manche Leute wollen vielleicht einfach manche Sachen nicht alleine machen und in Gesellschaft.
00:11:48: Manche Leute wohnen sich zu manchen Themen vielleicht besser austauschen und mehr darüber erfahren und so haben wir zum Beispiel zum Thema Einsamkeit eine Austauschgruppe, die sich regelmäßig trifft.
00:11:58: Wir haben aber auch niederschwellige Aktionen, wo wir einfach spazieren gehen und ich finde in so einem Spaziergang tut jedem gut und den sollte man nicht ... kann man auch mal ein Gesellschaft machen um.
00:12:08: mittlerweile geben wir immer alle zwei Wochen mit zwanzig bis dreißig Leuten spaziert so ne Stunde und da kommen Leute aus unterschiedlichen Altersklassen zusammen, die sie wahrscheinlich so nie treffen würden.
00:12:19: Wir machen aber auch manchmal besondere Aktion wie
00:12:21: z.B.,
00:12:23: laden wir einmal im Jahr zu einem hochpreisigen, sehr guten Restaurant ein.
00:12:28: Und da kommen halt Menschen aus unterschiedlichen Milieus zu einem Drei-Gänge-Menü und haben einfach einen wunderbaren Abend unter Musik was für mich persönlich immer das Highlight des Jahres ist weil ich auch finde dass da Menschen zusammenkommen aus Bereichen die so nie zusammentreffen würden und es einfach eine herrliche und auch herzliche Stimmung ist.
00:12:52: Und das ist immer ganz toll.
00:12:54: Oder ich als Fotograf hatte mal die Idee, mich fragen so viele Leute ja wie geht denn das hier und wie mache ich meine Fotos schöner?
00:13:00: Also ich dachte lasst uns doch einfach mal irgendwie alle zusammen losziehen durch die Stadt und wir versuchen mal irgendwie unsere Fotos ein bisschen zu optimieren und geben uns gegenseitig Tipps und Tricks und machen eine Art Fotospaziergang.
00:13:12: und dann waren auch seventy-fünf Leute.
00:13:17: Das zeigt einfach, oder gibt mir das Gefühl dass wir Menschen hier in Bochum einfach auch Lust auf niederschwillige Formate haben
00:13:24: und
00:13:25: dass sie ganz gut angenommen werden.
00:13:27: Und das freut uns alle sehr.
00:13:31: Wenn du sagst, dass du viel in der Stadt unterwegs bist vielleicht so eine grundsätzliche Frage was braucht es damit Menschen sich in einer Stadt nicht nur aufhalten sondern sich wirklich angesprochen und auch gemeint fühlen?
00:13:45: Was glaubst du?
00:13:46: Ja, ich glaube jetzt gibt es nicht so die eine Antwort.
00:13:48: Weil es ja immer unterschiedliche Herausforderungen gibt.
00:13:53: Es fängt eher mit Sprache an und wenn wir hier vom Buch umsprechen, wer fühlt sich da sprachlich alles mit gemeint?
00:14:01: Und dann geht's halt auch, wer hat denn überall finanzielle Teilhabe?
00:14:05: So, dann gibt's Menschen, die können sich ihre Karten für ein VfL nicht mehr leisten.
00:14:11: Dann geht's Räume, wo viele einfach auch keinen Zugang haben.
00:14:15: Weil die nicht barrierefrei sind und das gehört ja alles dazu.
00:14:19: also dass sie alles vielfältig zu betrachten und da kann ich dir nicht so die eine Antwort geben Und wir versuchen halt in unseren Rahmen unserer Möglichkeiten für so viele Menschen wie möglich ein Angebot zu machen, auch dass wir uns halt auch gegenseitig kennenlernen und auch mit Menschen zu tun haben aus Lebenswelten, mit denen wir vielleicht nicht so zu tun habe.
00:14:41: Und ich persönlich finde das man am meisten über sich selbst lernt im Austausch mit anderen und es ist total gut tut wenn man mit Menschen in Kontakt kommt die nicht in der eigenen Lebenswelt unterwegs sind und wie dann auch mal vielleicht auch erfahren was andere Menschen so für Herausforderungen haben und uns da ein genaueres Bild mal drüber machen können?
00:14:59: Absolut!
00:15:01: relativ leicht, in Anfangstrichen auch miteinander ins Gespräch zu kommen und manchmal ist es zwar leicht aber dennoch ganz schwer.
00:15:10: Mich erinnert das daran ich war nämlich auch grad spazieren und hab dann mit Kindern gesprochen die heute einen kleinen Spendenkuchenstand hatten Ob das man auch mal so eine neue Perspektive auf, dass wir sie ja die Stadt wahrnehmen.
00:15:22: Wenn man da einfach zwei drei Stunden sitzt und versucht Kuchen zu verkaufen, weil nämlich gar nicht so leicht ist.
00:15:28: Es war auch so ein Moment aus wie wir sind hier allein oder zu zweit keiner sieht uns und dann war es plötzlich so einen dazugehören durch das Gespräch.
00:15:35: Und dann sind doch andere Leute stehen geblieben.
00:15:36: Das war sehr schön.
00:15:37: Glaub ich.
00:15:38: Eine Aktion, die mich besonders interessiert ist die, die ihr gemeinsam mit der Bogestra durchgeführt habt Bochum Gelsenkirchener Straßenbahn AG.
00:15:50: Und mich hat das sehr begeistert, als ich das gelesen habe denn ich fand es war ein tolles Beispiel dafür weil sie nämlich etwas ganz alltägliches und was Besonderes verwandelt hat.
00:16:00: Wir besitzen ja häufig auf einer Straßenbahn oder an der U-Bahn unterwegs fahren noch A und B und eine Begegnung ist da meistens eher die Ausnahme und nicht die Regel.
00:16:09: und bei der Aktion der Social-Line war's aber eher eine Einladung für Begegenungen und auch ein starkes Zeichen gegen Einsamkeit.
00:16:16: Und der Abend, wenn ich die Bilder richtig interpretiert habe, die sahen sehr viel nach Neugier, nach Lachen oder vielen Gesprächen aus.
00:16:24: Wie genau ist die Idee zur Social-Line entstanden?
00:16:28: Was genau ist da passiert, Tim?
00:16:30: Also letzten Endes kann man ja als Bedürfnis miteinander betrachten.
00:16:38: Und wir haben jetzt nicht Menschen ansprechen wollen, die einsam sind.
00:16:42: Sondern wir haben Menschen ansprechend wollen, sie einfach mal Lust hatten neue Menschen kennenzulernen sich gegenseitig kennen zu lernen als Stadtmarkt kennenzulehren.
00:16:50: und besonders wichtig war mir und bei uns dass wir Menschen ansprechen die vielleicht neu nach Bochum kommen und noch nicht die Chance hatten hier Menschen kennzulernen weil das ja doch echt schwierig ist.
00:17:02: Ich bin jetzt dreißig und merke, dass ab Dreißig es echt schwierig wird neue Menschen kennenzulernen weil alle irgendwie in ihrer eigenen Welt unterwegs sind, Familie, Beruf mit den ganzen Herausforderungen.
00:17:18: und wo kriegen wir das denn hin?
00:17:21: einfach irgendwie neue Menschen kennen zu lernen?
00:17:24: Ich fahre sehr, sehr oft mit dieser Straßenbahn und finde es einfach so herrlich wie wir alle da dicht an dicht aufeinandersetzen.
00:17:30: Aber uns doch alle irgendwie am Arsch lecken können weil wir alle in unserer eigenen Welt unterwegs sind.
00:17:34: und diesen Kontrast fand ich schon immer herrlig und eine Situation also herrlicht zu beobachten.
00:17:40: Also nicht den Zustand nicht herrlichen.
00:17:43: Und dann gab's eine Situation Da bin ich von Berlin nach Bochum gefahren und hatte einen furchtbar schlechten Tag.
00:17:49: Wir gingen gar nicht gut und ich war extrem angemärft Und hatte aber meine VfL-Bochermütze auf.
00:17:58: Und dann hat sich Nemi ein Herr gesessen und ich war schon echt extrem genervt, dass sich einer neben mir sitzt.
00:18:03: Weil eigentlich hätte ich gerne beide Plätze für mich gehabt und ruhig entspannt und dann fing er auch noch an mit mir zu reden und dann dachte ich, nein das kann doch nicht sein!
00:18:12: Dann hab' ich versucht das am Anfang so bisschen abzumodorieren und dann hat der nicht nachgelassen.
00:18:17: und dann haben wir halt dreieinhalb Stunden geredet und es war die beste Bahn von meines Lebens.
00:18:22: Wir sind heute noch in Kontakt und ist einfach ein ganz ganz toller Mensch.
00:18:25: Er hat mich halt auf meine Mütze angesprochen.
00:18:28: sind wir über den Fußball zusammengekommen, was ja im Ruhrgebiet für viele ein wichtiges Element ist der Fußball wo wir alle irgendwie zusammen kommen und haben uns einfach ausgetauscht.
00:18:36: Und beide dreieinhalb Stunden nicht aufs Handy geguckt.
00:18:42: Das war so die Idee, die schon immer irgendwie im Kopf hat das nochmal mit dem Ausrufezeichen versehen das irgendwie zu machen.
00:18:49: Wir sind sehr, sehr glücklich und dankbar, dass sie uns das Vertrauen gegeben hat.
00:18:53: Dass wir das gemeinsam machen dürfen ist ja auch nichts Alltägliches, dass man so was machen darf.
00:18:59: Es war einfach schön!
00:19:00: Es kamen super viele Menschen in diese Bahn um sich mit fremden Menschen zu teilen.
00:19:05: Das muss man sich mal vorstellen.
00:19:06: wer geht denn irgendwo hin?
00:19:08: ...dachte ich mir, um sich mit fremden Menschen zu unterhalten.
00:19:11: Weil man hat ja nicht wie bei so einem Festival irgendwas vor oder wie ich das sehr gerade sagte... Man kann sich hinter der Kamera verstecken.
00:19:17: Man hat ja nichts, wohin man sich hinter versteckt.
00:19:19: Man geht wirklich da, um mich mit einer anderen Person die man nicht kennt zu unterhalten und wir wussten gar nicht was uns da erwarten wird.
00:19:28: und wenn ich jetzt noch darüber nachdenke bin ich total beseelbar es einfach ein unfassbar schönes gemeinschaftliches Erlebnis war wo wir glaube ich alle ... noch sehr, sehr lange dran denken werden.
00:19:39: Gab es irgendwas was dir bei der Gestaltung davon besonders wichtig war?
00:19:45: Ja ganz viel!
00:19:47: Dass das maximal herzlich wird und dass es bei allem ist uns das als vereinwichtig... ...dass es sehr, very herzlich wird weil es ja auch für mich und für viele Menschen eine große Hürde ist, eine große Herausforderung sich auf sowas einzulassen finde ich sollte man die Leute dann halt auch sprichwörtlich einladen.
00:20:11: Das ist mir wichtig, mir ist wichtig dass es kostenfrei ist so gut es geht also möglichst wenig Hürden, möglichst wenig Barrieren und das alles Allerwichtigste ist wir alle respektvoll mit Nunder umgehen, dass jeder jeden so behandelt wie er sich für sich selbst auch wünscht.
00:20:33: Und ja, also da gab es natürlich schon einige Sachen die mir wichtig sind.
00:20:36: Aber das sind jetzt so die Wichtigsten, die mir jetzt so spontan einfallen.
00:20:40: Super und das war irgendwie spürbar zu sagen, dass ist so eine Momente um und da ist wirklich etwas ganz Besonderes passiert an dem Tag.
00:20:48: Wie war das?
00:20:49: Hast du so ein paar Feedback oder so ein Paar Stimmen, die du vielleicht mit uns teilen kannst was Menschen ... da erlebt haben, womit sie nicht gerechnet hätten ohne jetzt Details zu teilen.
00:20:58: Aber so ein
00:20:59: paar Stimmen würden
00:21:00: mich natürlich schon
00:21:01: interessieren... Da gibt es ja viele!
00:21:02: Also für mich ist das am schönsten was ich jetzt auch erfahren habe dass da welche zusammen in Urlaub gefahren sind oder gemeinsam für einen Verein angemeldet haben Die haben sich da halt kennengelernt und hat sich so ergeben vielleicht etwas ist, was eine Freundschaft werden kann und dass man gemeinsam Urlaub fährt.
00:21:20: Und das finde ich ja schön weil es ist ja, finde ich, dass das Tollste, was daraus entstehen kann, ist ja eine Freundchaft!
00:21:28: Ich finde Freundschaft ist ein großes Wort.
00:21:29: deswegen gehe ich da nicht so inflationär mit um mit diesem Wort aber vielleicht können wir das erwachsen.
00:21:35: Da weiß ich von einigen Geschichten, dass sich Leute zusammen für einen Chor angemeldet haben.
00:21:41: Gruppen gebildet haben.
00:21:42: das.
00:21:43: und die schönste Geschichte, weil das irgendwie so ein bisschen die Essenz des Ganzen ist, dass da halt eine Person reingestäubert ist in die Bahn, weil es war eine Bahn, die was ein bisschen inkludiert in den normalen Takt.
00:21:55: Es waren Sonderbahnen... Sonderfahrt, aber die war nach außen nicht so vorzuerkennen und da wir alle immer nur auf unser Handy gucken und nix mitkriegen ist der eine oder andere reingesteuert.
00:22:05: Und das erste Problem was die Person die dann in diese Bahn rein gesteubert hat war hey warum is denn hier keiner am Handy?
00:22:11: Das fand ich schon echt lustig.
00:22:14: und dann habe ich kurz das Konzept erklärt und ich hab gesagt du darfst gerne mit dieser Bahn mitfahren wenn du irgendwo hin möchtest aber dann musst du dich mit uns unterhalten.
00:22:22: Das ist die Voraussetzung.
00:22:23: Und dann haben wir ein bisschen gequasselt und dann hat die Person vergessen, dass sie ja eigentlich von einer Haltestelle aussteigen musste.
00:22:30: Und das ist eine schöne Geschichte.
00:22:31: Das zeig ich ja auf vielen Ebenen, dass es auch mal gut tut, das hier niemals
00:22:37: wegzulassen.".
00:22:46: Gerade erst gelesen, dass in der Schweiz die Reklinbrüder mit ihrem Atelier für Sonderaufgaben auch eine Linie Null starten.
00:22:55: Das ist ein offizieller Bus ohne Fahrziel.
00:22:59: Da geht es nämlich nicht darum möglich effizient von A nach B zu kommen sondern auch da im bewusster sozialer Möglichkeitenraum und wir fahren mit und schauen was passiert und wo wir landen.
00:23:09: das finde ich auch wie auch toll wenn öffentliche Orte ganz explizit zur Resonanz räumen werden und damit wir wieder mehr in Beziehung zueinander treten.
00:23:18: Und wie bei zuhören draußen haben natürlich auch einige Anfragen diesbezüglich, also wow!
00:23:23: Ich bin mir sicher das bei dir der eine oder andere angeklopft hat?
00:23:28: Ja erstmal ist es wichtigste für mich dass wir ja sehen, dass es solche Formate und solche Orte generell braucht Wo wir aufeinander kommen und ob es jetzt eine Bahn ist oder ein Café, das ist ja egal.
00:23:40: Wichtig ist dass diese Orte gibt und ob sie in Bochum sind und in Düsseldorf.
00:23:45: Und das sollte die Essenz daraus sein, dass wir da alle Räume schaffen sollten.
00:23:50: Und wo das jetzt stattfindet, ist am Ende eigentlich eraustauschbar.
00:23:56: Was mich so ein bisschen überrascht hat dabei?
00:23:58: Ist das das Wissen darum auch... Schon recht alt.
00:24:02: Es gibt so eine ältere spannende Studie, ich glaub die ist sogar von den Jahren im Jahr war.
00:24:06: Und in der wurden Pendlerinnen und Pendlern in Busse und Bahn gebeten mit fremden ins Gespräch zu kommen.
00:24:13: Das wirklich überraschender war, dass viele dachten vor das war mir total unangenehm und hinterher fanden sie die Fahrt mit dem Gespräch deutlich angenehmer als eine Fahrt ohne Gespräche oder eine Fahrten nur am Handy zu hängen.
00:24:23: Das ist ja auch ein bisschen die Geschichte, die du erzählt hast mit deinem Sitz nach Bahn und den drei Stunden von Berlin nach Bochum Wobei vermutlich die Fahrzeit auch ein bisschen länger war als drei Stunden.
00:24:35: Aber deshalb ist genau so eine Aktion, wie easy es gemacht hat, so interessant weil sie zeigt das was möglich wird wenn man erstmal diese erste innere Schwelle übertritt.
00:24:46: Das finde ich schon ganz spannend.
00:24:47: Ich glaube da bedarf's auch dieser Grundvoraussetzung dass alle sich darauf einlassen weil ich persönlich brauche auch Zeit zur Reflexion Und ich brauch Zeit, Sachen für mich zu sortieren.
00:25:01: Ich brauche Zeit zum Runterkommen und das ist meist die Fahrt von A nach B. Da bin ich nicht offen für ... Wenn ich mich nicht bewusst darauf einlasse und wenn das jemanden stört.
00:25:13: also ich finde man muss auch immer aufpassen wie viel Raum man beim anderen einfordert.
00:25:19: Wenn das halt nicht irgendwie in diesem Bereich wo das irgendwie erlaubt ist und wo man sich drauf einigt Ich finde, da ist man, ich glaube es bedarf einen besonderen Raum der das erlaubt.
00:25:35: Und ich hab jetzt mit einem Menschen gesprochen, der versucht dann die Leute anzusprechen in der Bahn und dann halt ein Gespräch zu einem Gespräch einzuladen und ist dann frustriert dass das nicht immer so klappt und ich glaube, dass es eine wechselseitige Bereitschaft dafür braucht.
00:25:53: Vielleicht habt ihr euch genau in diesem Zwischenraum bewegt.
00:25:56: Genau,
00:25:56: ja das war ja...
00:25:58: Also einerseits diese gewünschte Ruhe und andererseits den Punkt wo wir aber immer diese Ruhe haben und wo sich so eine Einsamkeit auch einschleicht.
00:26:06: Das ist ja nicht dass ich von heute auf morgen einsam bin in den seltensten Fällen sondern es ist ja auch so ein Prozess um vielleicht da mal ein anderes Angebot zu schaffen.
00:26:14: Ja vor allem wussten aber alle, dass das auch in Ordnung ist.
00:26:18: Dass es auch bei uns an Schrittspazier ging und alles was wir machen Das versuche ich den Leuten mitzugeben, dass das ein geschützter Raum ist.
00:26:25: Wo man sich auch mal ausprobieren kann mit fremden ins Gespräch zu gehen.
00:26:29: Also ich persönlich kann absolut kein Smalltalk und das werde ihr wahrscheinlich nie lernen.
00:26:33: Und ich empfinde mich eher als introvertierte Person und muss halt für mich selber lernen.
00:26:40: wie gehe ich denn in so einem Gespräch?
00:26:43: Und was ist so ein Einstieg?
00:26:45: und da ist das ja ein gutes Forum, weil alle irgendwie erst mal offen voreinander sind.
00:26:53: Wir hatten bei der Social-Line auch Einstiegsfragen.
00:26:56: Ich war furchtbar aufgeregt.
00:26:59: Wir wussten nicht, was da passieren kann.
00:27:02: Dann stand ich vor einer Person, die mich nicht kannte.
00:27:05: Was mache ich denn jetzt?
00:27:06: Habe ich nach links aufs Plakat geguckt die Frage angeguckt, um mir ein bisschen Hilfe holen können.
00:27:14: Und dann kam das Gespräch ins Rollen weil ich einfach so einen Impuls hatte in dieser Aufregung.
00:27:18: und so geht es ja total natürlich wenn man irgendwie Personen, die man nicht kennt und da eh so ein bisschen Schwierigkeit mit hat dass man dann auch irgendwie Sicherheit gewinnen muss.
00:27:29: und deswegen finde ich so niederschwellige Schutzräume für Austausch super!
00:27:35: Wir merken das bei unseren Formaten Dann und wann schon auch daraus weitere Gruppen entstehen, die dann für sich auch Sachen machen.
00:27:44: In unserer Spaziergangsgruppe gibt es jetzt so eine kleine Community, die gehen dann wandern.
00:27:48: Die gehen zusammen backen.
00:27:49: Die machen ganz viele Angebote zusammen.
00:27:52: Und wie ich gerade schon sagte ist ja das schönste was daraus entwickeln kann, sich entwickeln können.
00:27:57: Wunderbar!
00:28:00: Toll.
00:28:00: Und da sitzt noch ein bisschen eine schwierige Frage.
00:28:03: Ich stelle mich nämlich auch immer.
00:28:06: Das ist die schwierige.
00:28:07: Wir haben ja über Einsamkeit gesprochen, Eingangs.
00:28:10: Und du hast gesagt es hat natürlich auch... Es ist sehr scharmbehaftet und Menschen die sehr einsam sind würden das auch relativ weit von sich weisen dass sie einsam sein.
00:28:20: Ich stelle mir immer für Zürich draußen die Frage wie erreichen wir wirklich noch mehr Leute?
00:28:25: nicht diejenigen die sagen Ja toll da gibt's endlich ein Angebot ich probiere mich aus Menschen kennenzulernen sondern Leute die wirklich schon in dieser Scham so ein bisschen verhaftet sind.
00:28:34: Du hast auch von dieser Spirale gesprochen, ja?
00:28:36: Wie hast du eine Idee wie wir da einen weiteren Schritt tun können zusammen vielleicht auch.
00:28:41: Diese Schambehaftung aufzulösen oder generell Menschen zu erreichen die sich sehr, sehr an...
00:28:46: Mehr Menschen zu erreichen die sich vielleicht schon den nächsten Schritt ein bisschen isoliert haben?
00:28:52: Ja aber ich glaube die Frage stellen sich sehr viele und ich glaube das ist ist sehr, sehr herausfordernd.
00:29:02: Also wir haben auch mit Menschen zu tun ... wo es für mich manchmal schwierig ist, zu überlegen wie kommen wir da jetzt irgendwie?
00:29:12: Oder was ist die Erwartungshaltung und wie gehe ich mit den Leuten um?
00:29:15: Weil das ist ja klar, dass ich kein Therapeut bin.
00:29:18: Und wir können nur ein Angebot machen.
00:29:21: Es ist nicht alle, mit denen ich bis jetzt so zu tun hab, sehen das so, dass keine Einbahnstraße ist, sodass alle irgendwie ... Ich hab mir Menschen zu tun, die erwarten, dass sich die Welt ändert.
00:29:35: Man selber ist aber okay und das hat noch nie funktioniert.
00:29:40: So man muss immer ein bisschen mitmachen Und was ich halt anbieten kann es so erzählen, dass ich auch viele Gedanken mal geteilt habe und viele Probleme gehabt habe und Auch Die die welt verteufelt haben.
00:29:53: sie möge sich doch bitte ändern nicht dann aber für mich festgestellt habe Das muss bei mir anfangen und ich muss mich ändern.
00:30:01: Und manche Sachen anpassen, dass vielleicht in manchen Dingen als Beispiel vorangehen kann so.
00:30:10: Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich nie wieder einsam bin aber ich möchte für mich sagen das ich einen guten Umgang damit habe und dass es besser geworden ist und dass ich weiß was wie manche Situationen auf manche wirken und ich mich da sehr viel miteinander gesetzt hab.
00:30:25: und dieses Wissen möchte ich gerne mit den Menschen teilen.
00:30:27: und ob sie sich das annehmen oder nicht, dass es ja jedem selbst überlassen.
00:30:30: Aber das ist halt so ein Punkt.
00:30:32: Und ich versuche da sehr offen mit umzugehen und ich versuch auch... Das ist nicht immer einfach!
00:30:38: Auch ich habe dann manchmal noch meine großen Herausforderungen mit dem Thema.
00:30:44: Aber ich versuch, da damit zu helfen.
00:30:47: Ich versuche ansprechbar zu sein per Mail.
00:30:49: Ich schreibe mit sehr vielen Menschen Mails und nehme die Zeit, weil mir das wichtig ist.
00:30:54: Das sind so die ... Und ich bin halt alle zwei Wochen gay spazieren und bin eine Konstante.
00:31:01: Ob die Leute das nutzen, muss jeder für sich selber wissen.
00:31:05: Aber ich weiß, dass der ein oder andere dabei ist.
00:31:10: Für den ist das das soziale Angebot in der Woche.
00:31:14: weil er sonst keine Menschen sieht.
00:31:15: Das ist eine Sache, die wir teilen abseits von draußen, dass wir erst mal glaube ich viele unterschiedliche Formate brauchen damit sich Menschen angesprochen führen.
00:31:24: Ich glaube was uns da verbündet ist die Niedrigschwelligkeit des Angebots aber auch die Regelmäßigkeit.
00:31:31: Also Regelmäßigkeiten sind ganz wichtiger Punkt, wenn wir Einsamkeit begegnen wollen.
00:31:35: Sie sagen heute schaff ich es nicht oder vielleicht gehe ich erst mal vorbei und sehe die Gruppe aber nächstes Mal laufe ich gleich mit denn ich weiß in vierzehn Tagen ist der Tim wieder da mit dieser Menschentraubung immer größer wird so schlecht mir das vorhin erstaunt.
00:31:47: Und dann ist es auch toll.
00:31:48: etwas vorhin noch was über gesellschaftliche Teilhabe gesagt dass wir einfach mitmachen können und dass wir auch einem konsumfreien Raum unterwegs sind ja unterbietet sich natürlich die Stadt auch an Und ich finde halt, wenn ich unterwegs bin.
00:32:03: Wenn wir auf den Banken sind dass die Straße oder die Beobachtung was wir wahrnehmen auch so eine Art Lehrer oder Lehrerin ist, wenn wir nicht nur einfach dahin durchgehen sondern wenn wir uns auch der Straße annehmen und ein bisschen ansprechen lassen da gibt es ja irgendwie auch ganz viele Formate dazu.
00:32:19: also in öffentlicher Raum ist einfach schöner als ein klassisches Veranstaltungsformat ganz häufig gerade was ne Niederschwindigkeit wie angeht Genau, also wir begegnen uns dann einfach selbst.
00:32:30: Wir begegnern den Leuten die mitmachen und wir begegen in der Stadt nochmal ganz anders.
00:32:34: Ja das klingt auch gut und da kann ich mir auch vorstellen dass es gut angenommen wird.
00:32:38: Und ich höre das halt bei euch vor allem noch raus zu sagen, das sind vertraute Orte und dieser Vertraute Ort gibt mir plötzlich neue Antworten oder neue Kontakte?
00:32:47: Im besten Fall
00:32:49: ja!
00:32:50: Das ist der Plan denn wir wissen ja auch, dass Einsamkeit ist kein Thema was nur ältere Menschen betrifft.
00:32:56: Ich weiß, dass viele Studierende in Bruchum sind und ich weiß aus meiner eigenen Zeit.
00:33:00: Es ist gar nicht so leicht schnell Fuß zu fassen in der anderen Stadt und vielleicht fahre ich dann doch für lieber jedes Wochenende wieder nach Hause?
00:33:05: Und das macht es natürlich auch ein bisschen schwieriger Fuß zufassend.
00:33:08: Ja aber es ist halt auch herrlich individuell was die Menschen für Bedürftigkeit haben.
00:33:13: Manche wollen einfach nicht alleine sein manche wollen über tiefgreifende Sachen mit jemandem sprechen und haben diese Person nicht.
00:33:25: Manche wollen einfach mehr über deutsche Kultur erfahren, weil sie hier für ein Erasmusjahr sind.
00:33:29: Also es gibt ja ganz viele unterschiedliche Angebote und wir versuchen halt konkrete Angebote für bestimmte Zielgruppen zu ermöglichen, dass man auch die Chance hat Leute aus einer Lebenswelt zu treffen was vielleicht für eine Freundschaft ein gutes Fundament sein kann wenn man irgendwie aus der gleichen Was weiß ich, dass man jetzt vielleicht als junge Frau eine junge Frau sucht.
00:33:55: Mit der, wo er sich eine Freundschaft draus erwickeln kann und das es nicht der fünftigjährige Mann ist?
00:34:01: Dass wir solche Foren schaffen aber auch... Und das finde ich halt ganz toll!
00:34:08: Das zeigt sich gerade auch als ein gutes Angebot, wo wir halt generationensübergreifend zusammenkommen.
00:34:16: Ich hab das Gefühl, dieser Spaziergang ist für alle offen und da klappt es richtig gut.
00:34:21: Tim letzte Frage – was wünscht du dir für deine Stadt wenn du so auf die nächsten Jahre schaust?
00:34:27: Außer dass der VfL-Bohr umspielt, wo spielt ihr gerade?
00:34:29: in welcher Liga?
00:34:29: Wo wollt ihr
00:34:31: hin?
00:34:31: Noch in der zweiten, aber das ändert mich nächstes Jahr!
00:34:35: Ok, aber abgesehen vom VfFL, was wünschst du dir noch für deine statt?
00:34:39: Ich wünsche mir am meisten für meine Stadt, dass wir trotz der vielen Herausforderungen, die jeder von uns hat nicht vergessen aufeinander aufzupassen.
00:34:46: Ganz tolle Schluss.
00:34:47: Herzlichen Dank.
00:34:48: Ich danke dir, vielen Dank für die Einladung!
00:34:51: Das war Tim Kramer von Vereint Buchum und ein Gespräch über Zuhören, Begegnungen und die Frage Was passiert, wenn Menschen im öffentlichen Raum nicht nur aneinander vorbeigehen sondern wirklich in Kontakt kommen?
00:35:03: Stadt ist nicht nur ein Ort, an dem etwas stattfindet Sondern auch ein Ort an dem Beziehung entstehen kann Wenn jemand den Anfang macht Und das kann wirklich jeder und jede von uns sein.
00:35:12: Mein Name ist Alexandra Perl.
00:35:13: Bis bald und auf Wiederhören.
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